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Aktuelles Stück

HUMANS DEPONIE

Human Deponie:

Human Deponie ist ein inklusives Musiktheater. Thematisiert wird der rasant

wachsenden technischen Fortschritt und der Umgang des Menschen als Konsumgut. Wie steht es mit der Menschlichkeit, wenn die Modernisierung immer neuere Technologien entwickelt und der Mensch nutzloser wird.

Der Ausgangspunkt für die Stückentwicklung waren einige Zeitungsartikel über neue Firmenphilosophien in Richtung Taylorismus. Schon im 19.Jhd überlegte man eine Möglichkeit, Arbeiter effizienter arbeiten zu lassen. In unserer Arbeitswelt steigen Zeitdruck und Anforderungen. Heute würde Taylor Winslow die Möglichkeiten vorfinden, die zu seiner Zeit noch Utopien waren.

Zu den einzelnen Szenen, die über Improvisation entstanden sind, werden 10 Musiknummern komponiert und live von den DarstellerInnen dargeboten.  

Inhalt:

Die Arbeitswelt hat sich verändert. Neue Technologien haben es ermöglicht, Menschen zu Arbeitsrobotern zu machen. Tagesablauf bis hin zur Schlafphase wird von einem hochkomplizierten System überwacht.Taylor Winslow, ein etwas herunter gekommener und gelangweilter Leiter der Prüfungsabteilung überprüft die wöchtlich stattfindende Ideenfindung und den innovativen Prüfungsausschuss. Hierbei werden Leistungsfähigkeit, Schnelligkeit und Belastbarkeit der Arbeiter getestet. Das System regelt und ordnet die hauptsächlichen und scheinbar nebensächlichen Dinge so eingehend und gründlich, dass alle Arbeitsvorgänge mit geringstmöglichen Aufwand an Zeit zur Ausführung gebracht werden können. Alle die, welche nach entsprechender Anweisung nicht nach den neuen Methoden und in schnellerem Tempo arbeiten wollen oder können, werden von der Betriebsleitung entsorgt und auf die Human Deponie gebracht. Viele sind dort gelandet. Mathilde, die Blumenverkäuferin, Mimir, ein Umweltaktivist, Harley Quinn, eine Schriftstellerin, Alice, die Luftverkäuferin und Rafael, ein Computertechniker. Beim Reparieren von Eddy, dem ehemaligen Hauptcomputer, erzeugt Rafael einen Kurzschluß und bringt ihn so wieder zum Funktionieren. Eddy findet heraus, dass die Human Deponie aufgelöst und die Menschen zu neuen Arbeitsroboter recycelt werden sollen. Mimir erinnert sich an Gretchen, die als Erste entsorgt wurde und noch vieles aus der alten Welt weiß. Sie bittet Gretchen um Hilfe.Die Revolution beginnt.....

 

 

Regiekonzept:

In einer Zeit des Technischen Fortschrittes und der Überkonsumation stellt sich die Frage, wie lange der Mensch noch fähig ist, allen Ansprüchen einer kurzlebigen und schneller werdenden Arbeitswelt gerecht zu werden.

Ausgehend von einigen Zeitungsartikeln begannen wir eine Diskussion darüber, was mit Menschen passiert, die diesen Ansprüchen nicht mehr gewachsen sind, wie z.B lernschwache, psychisch labile oder behinderte Menschen.

Das Stück zeigt, warum sich Menschen, obwohl sie selbst entscheiden können, einem allgemeinen Zwang unterwerfen, der sie zu ausführenden rücksichtslosen und egoistischen Robotern macht.

Die rasanten Anforderungen in der Berufswelt lässt viele unter den Tisch fallen.

Finanzielle Sicherheit gibt es nur für den, der hier mithält. Ökonomischer Fortschritt bedeutet, dass man Dinge mit weniger finanziellem Aufwand und weniger Arbeitskraft herstellt. So steigt die Effektivität. Sobald man das tut werden Menschen arbeitslos. Diese Menschen sind überflüssig, sogenannter „menschlicher Abfall“ , und sie fühlen sich auch so. Sie können nichts konsumieren und werden daher selbst zum Konsumierten, eine Ware, die benutzt wird von der Industrie und der Abfallgesellschaft. Modern bedeutet zwanghaft, besessen und suchthaft alles um sich herum modernisieren. Wenn man mit der Modernisierung aufhört, hört man auch auf modern zu sein. Um sich nicht zum Abfall zu machen gilt es mitzulaufen im Hamsterrad der modernen Zeit. Doch gibt es nicht eine Möglichkeit zu entkommen? Was ist, wenn dieses System nur mehr in den Köpfen existiert ? Was ist, wenn man nicht muss, sondern nur will. Man läuft, weil alle laufen, man konsumiert, weil alle konsumieren. Wir haben verlernt zu stoppen und zu hinterfragen, ob dass was wir tun, wirklich wert ist es zu tun.

Figuren:

Timon Mayer................................Roman Klein Mimir............................................Judith Czerny Rafael..........................................Bianca Bruckner
Harley Quinn................................Iris Zeitlinger Alice.............................................Katharina Kellner Mathilde.......................................Sinah Stamberg Brunhilde......................................Emilia Lietz Camal...........................................Georg Weislein Eddy.............................................Stefan Musil
Taylor Winslow.............................Georg Wagner
Gretchen …..................................Ivana Veznikova
 
 
 
 
Regie, Produktionleitung: Gabriele Weber,
Georg Wagner
Regieassistenz: Selina Stiegler
Komposition: Gerd Höfferer, Jan Braun,
Alexander Weiss, Yevgen Gembik, Philip Wacker
Technik: Andreas Zemann, Mariusz Orchel
Graphik/Foto: Eva Seidl
Theater Delphin - inklusives Theater
mobil 0664/5018164

 




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